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Heel-Homöopathie - Phytotherapie - Futterergänzungsmittel für Hunde und Katzen

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Der kleine Tierarzt

 

von Dr.med.vet. Josef Binzegger

 

Gesundheitsratgeber zur Förderung

der Hunde- und Katzengesundheit

 

Anleitung zur Selbsthilfe mit

Heel-Homöopathie

Phytotherapie

Schulmedizin

 

 

 

Bellforto aus kaltgepressten Weizenkeimen fördert die allgemeine Gesundheit

und macht insbesondere ein weiches und glänzendes Fell

 

 

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4. Krankheiten der Maulhöhle

S. 111 "Der kleine Tierarzt"

Symptome:   Œ  = Verhaltensweise    = Untersuchungsergebnis

4. Krankheiten der Maulhöhle

a. Rachenentzündung, Angina (Pharyngitis)

Ursache: Viren, Bakterien.  

Symptome:  

Œ  Probleme beim Schlucken; Husten mit anschliessendem Auswürgen von weissem Schaum; vermehrtes Grasfressen; Erbrechen; vermehrtes Belecken des Nasenspiegels; weniger Appetit.  

  Starke Rötung der Rachenschleimhaut; Mandeln entzündet; weisser Schaum im Rachen; Zunge weisslich belegt; Schmerzäusserung bei Druck vor dem Kehlkopf; ev. Fieber.  

 

Therapie: Bei den ersten, verdächtigen Symptomen:  

Homöopathie: Angin-Heel®, 3 x täglich, 7-10 Tage.  

Homöopathie: Engystol-Tabletten, 3 x täglich, 2 Wochen.

Falls zuwenig Erfolg:  

Allopathie: Antibiotikum Ampicillin, 2 x täglich, 7 Tage.  

Allopathie: Prednisolon zur Entzündungshemmung und gegen Halsschmerzen.  

Phytotherapie: Echinaforce® Tropfen 2-3 Wochen

Futterergänzung: Immuno® Pulver 

Schmerzhafte Rachenentzündungen stellen bei Katzen und Hunden alltägliche Probleme dar. Bei Hunden ist die Krankheit meist leichter zu behandeln als bei den Katzen, welche oft im Zusammenhang mit dem Katzenschupfen schwere Halsentzündungen bekommen und zwangsernährt werden müssen. Beim Auftreten der ersten Symptome bewährt es sich, sofort mit Angin-Heel® zu beginnen. Manchmal ersparen Sie damit Ihrem Tier eine sehr unangenehme Erfahrung.  

b. Entzündung der Maulschleimhäute (Stomatitis)

Ursache: Bakterielle Infektionen, virale Infektionen, Autoimmunkrankheiten vor allem bei Katzen.  

Symptome:  

Œ  Schmerzäusserungen bei der Futteraufnahme; Schwierigkeiten beim Kauen; probiert etwas Futter, schreit auf und läuft weg.  

  Schlechter Geruch aus dem Maul; starke Rötungen im Maul- und Rachenbereich, meist eitrige, stinkende Absonderungen; ev. purpurrote Geschwüre; ev. Schleimhautdefekte auf der Zunge.  

 

Therapie: 

Allopathie: Antibiotikum Stomorgyl®, 2 x tgl. ca. 10 Tage.  

Allopathie: Prednisolon zur Entzündungshemmung, ca. 3 Wochen.  

Homöopathie: Traumeel-Tabl., 2 x tgl. über Monate

Phytotherapie: Echinaforce® Tropfen über längere Zeit.  

Futterergänzung: Immuno® Pulver 

Die Stomatitis kommt vor allem bei Katzen vor. Die Entzündung entsteht meist wegen einer Fehlleistung des Immunssystems, indem Antikörper gegen die eigenen Maulschleimhäute produziert werden. Die Krankheitserreger können sich dann leicht auf den gereizten Abschnitten vermehren und eitrige, stinkende Absonderungen bilden. Die Entzündungshemmung durch Prednisolon ist der Kern der Therapie. Gegen die bakteriellen Sekundärerreger kommen Antibiotika zum Einsatz. Um die gefürchteten Rückfälle zu vermeiden, bewährt sich langfristig die Beeinflussung des Immunssystems durch Echinacea -Präparate. Im Zusammenhang mit dem Katzenschnupfen entstehen auch schwere Entzündungen im Maul und an der Zunge durch eine virale Infektion. Die Behandlung ist gleich. Bei Hunden sind Entzündungen des ganzen Maules selten. Bei schwerem Zahnsteinbefall oder bei längerem Verbleiben eingeklemmter Fremdkörper kann es ebenfalls zu intensiven, stark stinkenden Schleimhautentzündungen kommen. Die Behandlung ist meist sehr einfach mit Stomorgyl® nach der Beseitigung der Ursache.

c. Zahnfleischentzündung (Gingivitis)

Ursache: Meist im Zusammenhang mit Zahnsteinbefall; bei Katzen häufig wegen Fehlleistungen des Immunssystems.  

Symptome:  

Œ  Probleme beim Zerbeissen von Nahrungsbissen; Probleme beim Kauen.  

  Schlechter Geruch aus dem Maul; intensive Rötung der Zahnfleisch- ränder; meist starker Zahnsteinbefall; ev. verfaulte Zähne.  

 

Therapie: Zahnsteinentfernung unter leichter Sedation.  

Allopathie: Antibiotikum Stomorgyl®, 2 x tgl. ca. 10 Tage.  

Homöopathie: Traumeel-Tabl. 2 x tgl. über längere Zeit.

Phytotherapie: Echinaforce® Tropfen über längere Zeit.  

Futterergänzung: Immuno® Pulver 

Bei Hunden kleinerer Rassen, aber auch bei Katzen, setzt sich schon im Alter von 2-3 Jahren Zahnstein an. Lässt man dieser Entwicklung den Lauf, entzündet sich das Zahnfleisch und beginnt sich zurückzubilden. Die Zähne werden wacklig und fallen aus. Bei Katzen beobachtet man häufig Zahnfleischentzündungen ohne erheblichen Zahnsteinbefall. Meist handelt es sich um eine Fehlleistung des Immunssystems ev. in Kombination mit dem FIP- oder dem Katzenleukämie-Virus. Auf solche Katzen sollte man speziell gut achten und stets auch etwas für das Immunsystem geben.  

d. Eiterzahn (Zahngranulom)

Ursache: Durch die nach Zahnbrüchen eröffnete Zahnhöhle kommt es häufig zur Infektion bis zur Wurzelspitze. Dort entsteht dann im Kieferknochen ein  kleiner, schmerzhafter Abszess. Meistens sind die oberen Reisszähne der Hunde betroffen.  

Symptome:  

Œ  Probleme beim Zerbeissen von Nahrungsbissen, Schmerzen beim Beissen auf diesen Zahn, ev. leichtes Aufschreien.  

  Abgebrochener Reisszahn mit eröffneter Wurzelhöhle; ev. lokale Zahnfleischentzündung; Schwellung an der Nase einige Zentimeter unter dem Auge, ev. mit kleiner Hautöffnung (Fistel) und eitrigem Ausfluss.  

 

Therapie: Meist ist die beste und sicherste Lösung, den Zahn zu ziehen. Spezialisierte Tierärzte könnten aber in gewissen Fällen eine Zahnbehandlung durch

Allopathie: Antibiotikum Ampicillin, 2 x tgl. ca. 7 Tage.  

Homöopathie: Traumeel-Tabl. 2 x tgl., 3 Wochen.

Nach Zahnbrüchen gibt es meist nur Probleme mit den oberen Reisszähnen. Den Eckzähnen hingegen passiert auch bei weiter Eröffnung der Wurzelhöhle praktisch nie etwas. Zahngranulome können aber auch bei vernachlässigter Gebisspflege entstehen. Dort entwickelt sich aber die Infektion aussen an der Zahnwurzel entlang vorerst ins ganze Zahnfach. Beim Entfernen dieser wackligen Zähne entdeckt man nicht selten ein Granulom an der Wurzelspitze.  

e. Abgebrochener Zahn

Ursache: Unfälle, Zerbeissen zu harter Knochen

Symptome:  

Œ  Probleme beim Zerbeissen von Nahrungsbissen, Schmerzen beim Beissen auf diesen Zahn, ev. leichtes Aufschreien.  

  Abgebrochener Zahn, ev. mit feiner Blutung aus der Wurzelhöhle.  

 

Therapie: Bei verschlossener Wurzelhöhle ist keine Therapie erforderlich. Meist reicht es, die Bruchkanten mit einer Nagelfeile etwas abzufeilen. Bei eröffneter Wurzelhöhle ist bei den Reisszähnen Vorsicht geboten. Besser wäre eine Wurzelbehandlung, um der Bildung eines Granulomes vorzubeugen. Bei den andern Zähnen passiert praktisch nie etwas.  

Homöopathie: Traumeel®-Tabletten gegen die leichten Schmerzen.  

f. Fremdkörper im Maul

Ursache: Einklemmen von Fremdkörpermaterial oder harter Nahrungsbestandteile zwischen den Zähnen.  

Symptome:  

Œ  Die Tiere versuchen den Fremdkörper mit einer oder beiden Vorderpfoten zu entfernen; gestörte Kaubewegungen.  

  Fremdkörper am Gaumen zwischen den Zähnen eingeklemmt, ev. an den Zähnen aufgesteckt; vermehrter Speichelfluss.  

 

Therapie: Mit einem schnellen Griff gelingt das Lösen in den meisten Fällen. Es gibt aber Hunde und Katzen, welche in solchen Situationen sehr aggressiv reagieren. Dann kann nur der Tierarzt helfen, indem er den Fremdkörper unter leichter Sedation des Tieres entfernt.  

Sollte Ihr Hund oder Ihre Katze einmal in diese Situation geraten, behalten Sie kühlen Kopf. Längst nicht jeder Fremdkörper im Maul ist ein Notfall. Meist liefert das sorgfältige Untersuchen der Maulhöhle schon den Ansatz zur Lösung. Übrigens können ausfallende Zähne auch Fremdkörpersymptome bewirken. Die Entfernung gelingt dann meist auch mit dem Finger.

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Copyright © 2000 Velicano Dr.med.vet. Josef Binzegger
Stand: 22. Juli 2000